I’m filled up with your emptyness

Es gibt so Momente im Leben, da wird einem die ganze Doppeldeutigkeit gewisser Phrasen, Texte oder auch bestimmter Wörter plötzlich sehr bewusst.

Gestern hatte ich zum Beispiel so einen kleinen Aha! Effekt, als ich in einem Film die Drohung „Wehe, wenn du… !“ mit einem Mal dermaßen altmodisch und albern empfand, dass sich die gesamte Handlung des Films anschließend nur noch als C-Komödie bezeichnen ließ, dabei sollte es ein Gangsterfilm sein… knallhart und so, coole Jungs und harte Action. „Wehe, wenn Du jetzt nicht dies und das tust, dann kommt Bruce Willis mit dem großen Kochlöffel und dann setzt‘s was!“.

Dadurch kam ich ins Grübeln, wie das mit gewissen Wörtern so läuft, wie manchmal schon ein Wort ausreicht, um uns das letzte bisschen Schneid abzukaufen, nur weil wir eben mit diesem Wort schon seit klein auf gedrillt wurden.

Dieser Gedankengang führte mich weiter zu der Frage, inwieweit die Begriffe Ehe und Wehe miteinander verwoben sind, und umständehalber kam ich zu der Ansicht (ich war gestern bei meiner Scheidungsanwältin…), dass Wehe doch auch sehr wohl eine Warnung vor der Ehe darstellen könnte!

Ehe man sich nicht über die wichtigsten Fragen, die mit einem „W“ beginnen völlig klargeworden ist, und diese auf den angestrebten Rahmen der Ehe erforscht und beantwortet hat, sollte man (frau)  sich diesen Schritt lieber dreimal überlegen!

Diese Fragen, wie zum Beispiel: Warum will ich die Ehe, wer sind wir beide wirklich, womit wollen wir unsere Ehe füllen, wie wollen wir miteinander umgehen, was bringt uns BEIDE weiter, wieweit sind wir ehrlich und authentisch zueinander, wodurch können wir beide unser Potential gegenseitig erwecken und fördern, und so weiter. Da gäbe es noch viele weitere Fragen, aber darum soll es hier jetzt nicht gehen. Ich denke, ihr versteht was ich meine!

Worauf ich hinauswill ist die Überlegung, dass wenn man sich diese Fragen nicht im Vorfeld stellt, bevor man in den heiligen Stand der Ehe eintritt, dann kann aus der Ehe ganz schnell das Wehe erwachsen, das dann in atemberaubender Geschwindigkeit zu einem großen Weh wird! Auweh!

Jetzt könnte man, oder auch frau sagen, dass das mit dem heiligen Stand und so, doch alles veralteter Käse ist! Am Ende fängt der ja noch an, vom heiligen Sakrament der Ehe zu faseln, Sakrament nochmal, sowas aber auch….tststs!

Vielleicht ist meine Ansicht da ja auch etwas veraltet, überholt, oder einfach nicht mehr zeitgemäß…. Mag sein!

Vielleicht sehe ich das aber auch insofern verkehrt, weil eine „wirkliche“ Ehe ja kirchlich ist, also von „Gott“ erfüllt und somit den Menschen betrifft! Die „normale“ Ehe jedoch, also die standesamtliche Variante bezieht sich dabei nicht auf den Menschen, sondern rein auf die „Person“, also das „Staatseigentum“!  Eine Art Vertrag eben, bei der man sich keinerlei ethischen, moralischen oder menschlichen Kriterien unterwirft, sondern bei dem es beim Befüllen des Gefäßes der Ehe rein um praktische, vorteilsbringende Effekte geht (die auch meistens nur zum Vorteil Eines Partners sind)!

Liebe? Fehlanzeige!

Seltsamerweise werden aber beide Varianten mittlerweile allgemein als mehr oder weniger gleichwertig angesehen, zumal ja auch aus verständlichen Gründen immer mehr Menschen den Kirchen den Rücken kehren!

Was mir dabei ein Rätsel bleibt ist jetzt die Überlegung: Was hindert Menschen daran, ihr Gefäß der Ehe mit ihrer eigenen Göttlichkeit zu füllen, wenn ihnen aus ihrer Überzeugung heraus nur der Weg zum Standesamt bleibt (von lustigen Zeremonien mit Pina Colada und Sonnenuntergang am Strand inklusive Delphinschwimmen mal abgesehen)?

Warum ist es für Viele immer noch „normal“, das Gefäß der Ehe nach einer Weile eher als Mülleimer zu benutzen, in den alles entleert wird, was der kurzzeitigen Entlastung der eigenen emotionalen Probleme dient, so eine Art „Seelenklo“… oder dem Voranbringen der eigenen Ziele, bei denen der Partner dann oft genug auf der Strecke bleibt, wenn er seinen Soll erfüllt hat, nach dem Motto: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan… ups, sorry.. das darf man ja gar nicht mehr sagen… zu spät!

Ich will mich dabei auch gar nicht ausschließen!

Es soll sogar Fälle geben, da werden Strichlisten geführt! Mit Plus und Minus… und WEHE, wenn dein Konto ins Minus rutscht, dann aber.. kommt Bruce Willis wieder mit dem Kochlöffel daher… man kennt das, frau auch!

Ist das vielleicht ein guter Nährboden für eine Ehe, eine Partnerschaft?

Zu einer Ehe gehören immer zwei und sobald sich da eine Form von Wertung einschleicht (was ja durchaus passieren kann, sind wir Alle doch Menschen und Fehler zu begehen gehört zu unserem Geburtsrecht, da daraus Wachstum entsteht), sollte man sich dann auf die Grundwerte besinnen können, auf die man sich vor Beginn der Ehe geeinigt hat: Die sogenannten „W“ Fragen…

Oft bleibt, wenn die Fragen zu spät gestellt werden, nur ein „Warum nur?“ im leeren Raum zurück!

Das bleibt in der Regel nur unbefriedigend beantwortet, wenn überhaupt!

Was zurückbleibt, ist oft nur Leere, oder auch Verbitterung, Zorn und ähnliche Krankmacher!

Wobei ich Leere nicht negativ sehe! Ganz und gar nicht!

Ich habe Leere als absolut göttlichen Zustand erfahren dürfen, seinerzeit in Indien bei Bhagwan (später Osho), und auch noch mehrmals in den Jahren dazwischen. Seit ich wieder regelmäßig meditiere, stellt sich dieser wundervolle Zustand auch wieder wesentlich öfter ein: Erfüllt von Leere!

Aber diese Leere kann nicht beschrieben werden! Dieser Zustand von Leere ist weniger das Fehlen von irgendetwas, sondern eher das Vorhandensein von ALLEM! Es entzieht sich im Moment des Erfahrens jeglicher emotionalen oder mentalen Beschreibungsmöglichkeit, da diese Rahmen bei Weitem dabei gesprengt werden!

Wer auch nur einmal seinen „Kopf“ durch diese Tür gesteckt hat, oder sogar noch hindurchgegangen ist, der wird nur schwerlich zu einer „normalen“ Betrachtungsweise der Welt und ihrer Probleme zurückfinden, wozu auch? Die Prioritäten dieses Erdendaseins haben sich ab dieser Erfahrung grundsätzlich verschoben!

Es geht dann plötzlich nicht mehr um das was „ICH“ will, sondern um das, was „WIR“ sind!

Alles ist Eins und Jeder ist ein gleichberechtigter Teil davon, ein Part, und auch ein „Partner“!

So gesehen sind wir Alle miteinander verbunden, man könnte es auch als „durch Gott verbunden“ betiteln, wobei ich Jedem natürlich die Bezeichnung seines Schöpferbildes freistellen möchte, vielleicht können wir uns ja auf die Bezeichnung „durch den Großen Geist verbunden“ einigen…

Wir sind Alle in einer Ehe mit dem Großen Geist!

Vielleicht wäre es an der Zeit, so wertvolle Gefäße, wie die Ehe, unsere Kinder, unsere Zeit und unser ganzes Leben wieder mit den wirklichen Prioritäten des Lebens zu füllen, wie Vertrauen, Aufrichtigkeit, Hingabe, Glauben und Liebe?

Dann hätte ein „Wehe“ auch keine Chance mehr, denn die Kommunikation würde wieder über die Herzebene geführt werden, auf der für Wertungen und Täuschungen kein Platz ist!

Dann bliebe auch keine Leere zurück, die man durch die Wiederholung derselben Fehler, oder dem Nachtrauern verpasster Chancen zu füllen versuchen würde, was sowieso zum Scheitern verurteilt ist! Dazu zählen natürlich auch die ganzen Ablenkungen, mit denen wir in der heutigen Zeit bombardiert werden, Medien, Alkohol und Drogen, Brot und Spiele, oder einfach die pure Angst ums Überleben!

Zugegeben, das Spielfeld ist geschickt aufgebaut und die Entfernung zwischen Herz und Verstand wird auch von staatlicher Seite kräftig geschürt, schließlich profitiert ja die Wirtschaft kräftig von diesen ganzen Ersatzbefriedigungen und wer hier im Ländle das Sagen hat, dürfte sich ja wohl mittlerweile herumgesprochen haben!

Dazu fällt mir abschließend noch ein Witz ein, besser gesagt ein Schwabenwitz: „Woran erkennt man nach dem Sex, dass sich eine Schwäbin in dich verliebt hat und eine feste Beziehung will?  Ganz einfach! Sie fragt dich: G’heret de Mäbl dir?“ (sorry, aber ich bin koa Schwob net.. aber es heißt übersetzt: Gehören die Möbel dir?) Ja, dann wird’s wohl ernst! ?

 

Es ist Zeit Prioritäten zu setzen! Es liegt allein in unserer Hand dafür zu sorgen, dass unser Leben nicht länger mit all diesen unwichtigen Banalitäten gefüllt wird!

Es ist auch unsere Aufgabe hier in dieser fast perfekten 4D-Simulation, dass wir endlich zu unserer wahren Größe und Bestimmung finden und anfangen, die Angst vor der Leere durch die Liebe zu Allem was ist zu ersetzen!

Von der Konkurrenz zur Kooperation zur Ko-Creation, um die Worte Veit Lindaus zu benutzen.

Dann würde der Songtext; „I’m filled up with your emptyness“, der aus einem Lied der Musikgroup Oshos stammt, und mich zu diesem ganzen Post bewegt hat, auch seine Bestimmung erfüllen!

Lassen wir uns von der Leere erfüllen und hören wir endlich mit der Schnapsidee auf, unsere Leere mit negativen Emotionen, Gedanken und Ablenkungen zu füllen!

 

In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein erfülltes Wochenende, aber das habt ihr ja bestimmt eh schon! ?

 

Namasté

 

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